Grundstück sichern, ohne das Entwicklungsrisiko vorwegzunehmen
Der Zugriff auf das Grundstück kann durch einen sofortigen Kauf, einen aufschiebend bedingten Kaufvertrag, eine Option oder ein Ankaufsrecht gesichert werden. Welche Struktur geeignet ist, hängt davon ab, wie belastbar das Nutzungskonzept, die Finanzierung und die Genehmigung bereits sind. Der Entwickler benötigt ausreichend Zeit für die Due Diligence und die Planung, während der Verkäufer Klarheit darüber braucht, wie lange das Grundstück gebunden bleibt und unter welchen Voraussetzungen der Erwerb vollzogen wird.
Bei der Prüfung sollten das Grundbuch, Baulasten, Altlasten, die Erschließung, Dienstbarkeiten, bestehende Miet- oder Nutzungsverhältnisse sowie öffentlich-rechtliche Beschränkungen berücksichtigt werden. Ebenso wichtig ist die tatsächliche Verfügbarkeit des Grundstücks. Denn ein rechtlich erwerbbares Grundstück kann für das Projekt ungeeignet sein, wenn die Zufahrt, die Medien, die Leitungsrechte oder der Baugrund nicht gesichert sind.
Wenn das Recht zur Errichtung eines Bauvorhabens erst erwirkt oder geändert werden muss, sollten Mitwirkungspflichten, Fristen, Kosten und Ausstiegsmöglichkeiten im Grundstücksvertrag geregelt werden. Auch kommunale Vorkaufsrechte, erforderliche Genehmigungen und die Lastenfreistellung müssen Teil des Vollzugsmechanismus sein. Die Fälligkeit des Kaufpreises und der Besitzübergang sollten erst eintreten, wenn die vereinbarten Voraussetzungen erreicht sind.