Budgetmodelle im Vergleich
Fixpreis. Ein fester Preis eignet sich, wenn Leistung, Annahmen, Datenlage und Mitwirkungspflichten klar abgegrenzt sind. Die Kosten sind früh planbar; Änderungen außerhalb des vereinbarten Umfangs müssen jedoch über einen transparenten Change Request gesteuert werden.
Cap oder Kostenobergrenze. Bei einem Cap wird nach tatsächlichem Aufwand abgerechnet, jedoch nur bis zu einer vereinbarten Grenze. Das Modell passt zu Projekten, deren Richtung klar ist, bei denen einzelne Arbeitsschritte aber noch Unsicherheiten enthalten. Entscheidend ist, früh zu berichten, wann und warum sich der Verbrauch der Obergrenze nähert.
Phasenbudget oder Zielkorridor. Längere oder dynamische Projekte lassen sich in klar definierte Phasen mit eigenen Budgets und Freigabepunkten gliedern. Ein Zielkorridor kann zusätzlich eine realistische Bandbreite abbilden. Dadurch kann die Geschäftsleitung nach jedem Meilenstein über Umfang, Priorität und nächste Investition entscheiden.
Retainer oder Erfolgsbestandteil. Wiederkehrende Projektsteuerung kann über einen Retainer vergütet werden; ein Erfolgsbestandteil kommt nur in geeigneten Konstellationen hinzu. Beide Modelle brauchen eine klare Beschreibung der enthaltenen Leistungen und dürfen nicht verschleiern, welche Sonderarbeiten separat anfallen.
Kein Modell ersetzt eine saubere Leistungsbeschreibung. Auch ein Fixpreis wird unplanbar, wenn Annahmen und Mitwirkungspflichten fehlen. Umgekehrt kann eine Abrechnung nach Zeitaufwand gut steuerbar sein, wenn ein belastbares Budget, Warnschwellen und regelmäßige Forecasts vereinbart sind.