Welche Vergütungsmodelle gibt es?
„Festpreis“ kann unterschiedliche Modelle bezeichnen. Die richtige Struktur hängt davon ab, wie vorhersehbar der Beratungsbedarf ist.
- Monatlicher Retainer. Vereinbart werden feste Verfügbarkeit und definierte Grundleistungen, Zusatzaufwand wird gesondert abgestimmt. Das passt zu regelmäßigem, aber schwankendem Bedarf.
- Leistungspaket. Abgedeckt wird eine festgelegte Zahl oder Art wiederkehrender Leistungen. Das eignet sich für standardisierbare Vertrags- und Beratungsthemen.
- Stunden- oder Wertkontingent. Ein monatliches Budget wird transparent gegen die erbrachten Leistungen verbucht. Das passt zu breitem Bedarf mit dem Wunsch nach enger Budgetkontrolle.
- Cap-Modell. Abgerechnet wird nach Aufwand, aber nur bis zu einer vereinbarten Obergrenze. Das eignet sich für Themen mit erkennbarem, aber nicht exakt bestimmbarem Umfang.
- Hybridmodell. Ein Grundretainer wird mit rabattiertem Aufwand oder Projektfestpreisen kombiniert. Das passt zu Unternehmen mit laufender Beratung und einzelnen größeren Vorhaben.
Ein Retainer ist nicht nur eine bloße Vorauszahlung auf Stunden sondern vergütet insbesondere auch Verfügbarkeit, institutionelles Wissen, Regeltermine, Vorlagenpflege, Schulungen und proaktives Risikomanagement. Zugleich sollte nachvollziehbar bleiben, welche Leistungen tatsächlich erbracht wurden.
Für die Preisbildung sind typischerweise die Anzahl der Gesellschaften, Standorte und Nutzer, die gewünschten Rechtsgebiete sowie Vertragsvolumen und Komplexität relevant. Eine Rolle spielen daneben Reaktions- und Erreichbarkeitsanforderungen, Sprachen und internationale Koordination sowie vorhandene Vorlagen und Prozesse. In die Kalkulation fließen zuletzt erwartete Eskalationen und Projekte sowie Reporting- und Systemanforderungen ein. Eine Einführungs- oder Pilotphase hilft, Volumen und Leistungskatalog anhand realer Daten zu kalibrieren.