Unser Mandant ist ein international tätiger Naturkosmetik-Hersteller, der zu einem weltweit führenden Luxusgüterkonzern gehört. Bislang wurde der deutsche Markt über Vertriebspartner bedient. Für die nächste Expansionsphase sollte er als eigener Retail-Markt aufgebaut werden, mit deutscher Tochtergesellschaft, lokalem Management und eigenen Stores.
Gesellschaft, Stores und Team gleichzeitig aufbauen
Der Markteintritt musste auf mehreren Ebenen gleichzeitig vorbereitet werden. Zunächst war eine deutsche Gesellschaft zu gründen und in die internationale Konzernstruktur einzubinden. Parallel liefen die Suche nach geeigneten Standorten, die Verhandlung der Gewerbemietverträge und der Aufbau eines Teams auf allen Ebenen, einschließlich Führungspositionen.
Gerade im Retail greifen diese Themen unmittelbar ineinander. Die Personalplanung hängt an den gesicherten Flächen, die Store-Eröffnung an rechtzeitig geschlossenen Arbeitsverträgen. Und vor Ort braucht es von Beginn an klare gesellschaftsrechtliche Zuständigkeiten, damit Entscheidungs- und Vertretungswege belastbar sind. Hinzu kam die Aufgabe, dem ausländischen Management die Besonderheiten des deutschen Rechts- und Verwaltungssystems so zu vermitteln, dass Entscheidungen schnell und nachvollziehbar getroffen werden konnten.
Rechtliche Begleitung des gesamten Markteintritts
Maxfeld.legal begleitete zunächst die Gründung und gesellschaftsrechtliche Strukturierung der deutschen Tochtergesellschaft. Anschließend unterstützten wir den Personalaufbau mit deutschen Arbeitsverträgen, gestalteten Verträge für Leitungsfunktionen und berieten fortlaufend zu den entstehenden Arbeitsverhältnissen. Mit dem wachsenden Geschäft kamen Aufhebungsvereinbarungen und die Vertretung in Kündigungsschutzverfahren vor deutschen Arbeitsgerichten hinzu.
Für die geplanten Stores prüften und verhandelten wir die Gewerbemietverträge. Verhandelt wurden neben Miethöhe und Laufzeit auch Ausbau, Übergabe, Betriebspflichten, Genehmigungen, Instandhaltung und Exit-Szenarien. Die gesellschafts-, arbeits- und mietrechtlichen Fragen wurden durchgehend in einem gemeinsamen Projektzusammenhang gesteuert.
Ein zentraler Ansprechpartner bündelte die Themen, priorisierte Entscheidungen und übersetzte deutsche rechtliche Anforderungen in konkrete nächste Schritte für das internationale Management. Dadurch blieb auch bei parallelen Store-Projekten und Personalthemen ein einheitlicher Kurs erhalten.
Mehrere Stores und eine stabile Struktur für das Deutschlandgeschäft
Der Markteintritt wurde strukturiert umgesetzt, mehrere Stores konnten eröffnet und der operative Betrieb stabil aufgebaut werden. Weil Gründung, Personal und Mietverträge von Anfang an koordiniert waren, ließen sich typische Reibungsverluste zwischen Konzernzentrale, deutschem Management, Vermietern und Mitarbeitenden vermeiden.
Die deutsche Gesellschaft erhielt eine dauerhaft nutzbare rechtliche Struktur und eine zentrale Anlaufstelle für das laufende Geschäft. Neue Personalfragen, Vertragsänderungen oder Konflikte ließen sich dadurch im Zusammenhang des gesamten Deutschlandgeschäfts lösen.
Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht und Gewerbemietrecht im Zusammenspiel
Im Mittelpunkt standen Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht und Gewerbemietrecht. Entscheidend war ihr Zusammenspiel: Die gesellschaftsrechtliche Struktur schuf die Handlungsfähigkeit, der Teamaufbau lief über das Arbeitsrecht, und die Mietverträge sicherten die operativen Standorte.