Was ist eine MAC-Klausel und wozu dient sie?
Signing und Closing fallen oftmals auseinander, insbesondere wenn vor dem Vollzug noch Fusionskontrolle, FDI-Freigaben, Finanzierung, Gremienzustimmungen oder andere Bedingungen erfüllt werden müssen. Dieser Zeitraum kann Wochen oder Monate dauern.
Ohne besondere Regelung bleibt der Käufer grundsätzlich an den geschlossenen Vertrag gebunden. Die laufende Geschäftsentwicklung gehört dann zu dem Risiko, das er mit dem vereinbarten Kaufpreis übernommen hat. Eine MAC-Klausel verschiebt einen eng definierten Teil dieses Risikos zurück auf den Verkäufer.
Die Klausel sollte vier Ebenen klar trennen:
Trigger. Welche Ereignisse oder Auswirkungen können einen MAC bilden?
Wesentlichkeit und Dauer. Wie schwer und wie nachhaltig muss die Beeinträchtigung sein?
Carve-outs. Welche allgemeinen oder bekannten Risiken sind ausgenommen?
Rechtsfolge. Darf der Käufer Closing verweigern, zurücktreten, eine Frist setzen oder nur Schadensersatz verlangen?
In der Praxis ist eine MAC häufig eine Bedingung für die Vollzugspflicht des Käufers. Das ist etwas anderes als eine automatisch auflösende Bedingung des gesamten Vertrags. Der Wortlaut muss deshalb bestimmen, ob der Vertrag fortbesteht, ob ein Kündigungs- oder Rücktrittsrecht entsteht und welche Erklärungs- und Fristerfordernisse gelten.