Welche Risiken eine unbesetzte Rechtsleitung auslöst
Fehlt die Rechtsleitung, entstehen selten nur juristische Rückstände. Vertragsfreigaben werden uneinheitlich, Fristen liegen in persönlichen Postfächern, externe Kanzleien arbeiten ohne gemeinsame Priorisierung und Fachbereiche treffen ähnliche Entscheidungen nach unterschiedlichen Maßstäben. In einer Transaktion oder Krise kann dadurch gerade die Information fehlen, die Geschäftsführung oder Aufsichtsorgane für eine belastbare Entscheidung benötigen.
Die Verantwortung der Unternehmensleitung lässt sich durch den Einsatz eines Interim GC nicht übertragen. Die temporäre Rechtsleitung schafft vielmehr die Struktur, in der Risiken erkannt, dokumentiert und rechtzeitig an die zuständigen Entscheidungsträger eskaliert werden. Dazu gehören ein vollständiger Überblick über Verfahren und Fristen, eine klare Risikobewertung, nachvollziehbare Freigaben und eine belastbare Dokumentation offener Entscheidungen. Ohne diese Grundlagen bleibt die Rechtsfunktion auch dann verletzlich, wenn einzelne Rechtsfragen fachlich richtig bearbeitet werden.